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Warum immer wasser zum leben?

Ganz einfach: Leben ist im weitesten Sinn ein Ungleichgewichtssystem,
das durch ständig ablaufende chemische Reaktionen in einem instabilen
Gleichgewichtszustand gehalten wird.
Der labile Gleichgewichtszustand kann nur örtlich begrenzt
existieren, d.h. jedes Leben muss ein sich im labilen Gleichgewicht
befindliches Innen und ein Außen besitzen. Im Innern und an der
Grenze zum Außen müssen die für die chemischen Reaktionen nötigen
Stoffe beweglich sein, um den chemischen Reaktionen jeweils in der
nötigen lokalen Konzentration zu Verfügung stehen zu können. Darazs
ergibt sich die Notwendigkeit, dass sich im Innern ein Lösungsmittel
befinden muss.
Das beste Lösungsmittel, das es gibt, ist Wasser. Wasser ist zudem
noch sehr einfach aufgebaut und ein sehr stabiles Molekül, da große
Energien aufgewendet werden müssen, um es aufzubrechen. Andere
denkbare Lösungsmittel haben wesentlich komplexere Moleküle, deren
Existenz noch unwahrscheinlicher ist, als die von Wssser, und selbst
wenn, so gibt es meist mit anderen Stoffen (z.B. Sauerstoff)
Reaktionen, die Energie abgeben würden, d.h. diese alternativen
Lösungsmittel wären je nach Umgebung lange nicht so stabil wie
Wasser, und würden mit der Zeit verschwinden, wenn sie nicht ständig
irgendwie neu gebildet würden. (Was aber wieder Energie erfordern
würde, und wo soll die herkommen?)
Damit mag zwar Leben theoretisch immer noch auch mit anderen
Lösungsmitteln möglich sein, aber Wasser ist eben nicht nur deshalb
die wahrscheinlichste, weil alles Leben auf der Erde Wasser als
Lösungsmittel verwendet.
Somit mag flüssiges Wasser zwar keine notwendige Voraussetzung für
Leben sein, aber sein Vorhandensein erhöht die Wahrscheinlichkeit f+r
Leben sicher um mehrere Größenordnungen. Daher ist es schon klug, die
Beobachtungen auf der Suche nach Leben auch auf die Frage des
Vorhandenseins von Wsser oder gar flüssigem Wsser zu fokussieren.
cu

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